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Pferde an der Doppellonge ausbilden

Kaum eine Ausbildungsmethode wird so unterschätzt wie die Arbeit mit der Doppellonge. Bei der klassischen Ausbildung von Pferden (und  Reitern!) gehört sie zwar quasi zum Pflichtprogramm, doch was nützt dies dem Reiter der in seiner kurzen Freizeit ruhige und harmonische  Geländeritte erleben möchte und nur dann und wann etwas Lust auf Dressurausbildung verspürt? Besonders weniger geübte Reiter, deren Sitz  vielleicht noch nicht so ganz Unabhängig von der Hand und in der Balance ist oder auch Reiter die einen anstrengenden Bürotag oder viele  Stunden im Auto im Außendienst verbracht haben und aus diesem Grund nicht mehr locker und geschmeidig sitzen können,  haben mit der  Doppellonge die Möglichkeit ihr Pferd sehr effektiv zu gymnastizieren und so noch besser auf das Reiten vorbereiten. Die Doppellongenarbeit eignet sich zum gymnastizieren und korrigieren von Pferden jeder Altersklasse. Geübte Reiter nutzen diese Methode auch zur Vorbereitung  junger Pferde für die Arbeit unter dem Sattel. Warum Doppellonge? Wir haben vom oden aus viel mehr die Möglichkeit die Bewegungen und Reaktionen des Pferdes zu beobachten und zu verbessern. Eine Sache die uns bei der Ausbildung von Pferden sehr helfen kann. Zumal es dem Pferd sicherlich leichter fällt, das gewünschte umzusetzen wenn es nicht auch noch  den (unbalancierten) Reiter mit sich herumtragen muss. Anders als bei der einfachen Longenarbeit habe ich bei der Doppellonge noch einen äußeren „Zügel“ und damit die Möglichkeit das Pferd besser an die Hilfen zu stellen. Wobei die äußere Leine nicht nur die Anlehnung an den Zügel gibt, sondern bis zu einem gewissen Maß auch  den äußeren Schenkel simulieren kann. Es gibt bei der Doppellonge eine Vielzahl von Verschnallungsmöglichkeiten die, die Arbeit auf dem Zirkel, die Arbeit hinter dem Pferd und sogar das Springen von Hindernissen ermöglicht. Zusammengefasst kann ich mit der Doppellonge Pferde korrigieren, Takt- Schwung und Schub des Pferdes verbessern, ein Pferd effizient  bewegen und junge Pferde ausbilden. Also viele Gründe warum man sich mit der Thematik etwas beschäftigen sollte.   Welche Ausrüstung? Wie beim Reiten  auch, hat die Reitsportindustrie für fast  jeden Geldbeutel die passende  Ausrüstung. Insofern ist von der deLuxe  Ausstattung bis hin zur Sparversion alles  möglich. Es ist zweckmäßig die  Ausrüstungsgegenstände sinnvoll  auszuwählen. Für die Longenarbeit ist es  ratsam Handschuhe zu tragen. Eine gute  Doppellonge besteht aus einem 16- 18m  langen Baumwollgurt mit Karabinerhaken  an den zwei Enden. Sollte ein Pferd bei  der Arbeit mal etwas lustig und heftig  reagieren und zieht Ihnen wenige  Gurtlängen durch die ungeschützte Hand,   können die Gurte sehr schmerzhafte  Verletzungen herbeiführen. Die  Longierpeitsche hat meist eine Länge von  7- 8m damit das Pferd an jeder Stelle  touchiert werden kann.  Hier hat es sich  bewährt eine Peitsche aus besonders  leichten Material auszuwählen. Diese  liegt dann angenehm in der Hand und verursacht auch keine Unannehmlichkeiten im Unterarm. Der Longiergurt sollte auf jeder Seite 4- 7 Ringe haben wobei diese  nicht zu weit am Widerrist angebracht sein sollten. Bitte achten Sie bei der Doppellonge darauf das der Gurt am Ende in einen dünnen Strick ausläuft um den  Reibungswiderstand zu minimieren. Es hat sich ebenfalls bewährt die Doppellonge durch zwei Umlenkrollen laufen zu lassen. Die Umlenkrollen ermöglichen eine  besonders feine Leinenführung da nur noch ein minimaler Reibungswiderstand verbleibt. Je feiner Sie ein Pferd arbeiten, desto feiner wird es später dann auch  reagieren. Die Umlenkrollen erhalten Sie in jedem guten Reitsportgeschäft, im Wassersportfachhandel oder meist auch in einem gut sortierten Baumarkt. Zum  longieren selbst genügt eine einfache Wassertrense.Bei Beginn der Longenarbeit ist es, besonders für junge oder unerfahrene Pferde, wichtig den Longenzirkel  äußerlich optisch zu begrenzen. Das verhindert das, dass Pferd sich nicht über die Leinen auf dem Zirkel halten muss, sondern seine äußere Anlehnung noch über die  Bahnbegrenzung findet.   Was sollten Pferd und Mensch können? Bevor Sie nun voller Fleiß ihr Pferd zwischen die Doppellonge nehmen müssen noch ein paar Vorraussetzungen erfüllt sein. Das  Pferd sollte das einfache Longieren gewohnt sein sowie willig alle Kommandos des Longenführer bereitwillig ausführen. Um mit dem Pferd vernünftig arbeiten zu  können sollte der Reiter die Arbeit an der einfachen Longe sicher ausführen können sowie sämtliche Hilfsmittel beim Longieren sicher  handhaben. Zugegeben, das  ist gerade bei der Doppellonge nicht immer ganz einfach. Um einen guten Einstieg zu bekommen, ist es hilfreich bei einem  erfahrenen Trainer  ein paar  Ausbildungsstunden zu nehmen.   Die Handhabung der Doppellonge ist i.d.R das wovor viele Menschen den meisten Respekt haben und deshalb von dieser Ausbildungsmethode Abstand nehmen. Mit  etwas Übung und Fleiß verliert die Spaghetti-Technik schnell ihren Schrecken. Die Handhabung der Doppellonge ist zum größten Teil Geschicklichkeit und die kann man  bis zu einem hohen Grade erlernen. Sie werden es selbst merken— nur Mut. Ein einfachsten beginnt man mit einem Partner mit Trockenübungen. Wenn Sie linke Hand  longieren, nehmen Sie die Schlaufen so auf das Sie die Schlingen mit der rechten Hand in die Linke legen. Aber bitte immer so, das die Schlaufen immer wieder leicht  aus der Hand gleiten und keine Schlingen um die Hand oder Finger wickeln. Das hat schon bei manchem Longenführer zu starken Quetschungen geführt. Achten Sie  bitte auf die Größe der Schlaufen.  Diese dürfen nicht zu groß sein, da sonst die Gefahr des hereintretens besteht. Zweckmäßig ist hier die Schlaufe bis ca. Kniehöhe, bei rechtwinklig angenommen Arm, laufen zu lassen.   Jetzt geht’s rund-  nachdem wir nun einiges an theoretischem Wissen besprochen- und Sie fleißig geübt haben wird es Zeit in die Praxis zu wechseln. Sicherheitshalber  sollten Sie eine Hilfsperson dabei haben, die sich an des Kopf des Pferdes stellt, bis Sie die Longe richtig verschnallt und ihren Platz eingenommen haben. Nun führt die  Hilfsperson das Pferd an der äußeren Seite bis Sie die Schlaufen gelegt und die Longierpeitsche in Position haben. Wer es gewohnt ist sein Pferd mit Ausbindern zu  longieren (Kopf des Pferds bitte vor der Senkrechten) kann sich die Arbeit aber auch erleichtern in dem er diese noch eingeschnallt lässt. Die V-Verschnallung- üblicherweise beginnt man mit der V-Verschnallung bei der die äußere Leine über den Rücken, durch den mittleren Ring am Longiergurt zum  Trensenring geführt wird. Die innere Leine führt zuerst durch den Trensenring und dann zum  Longiergurt  und wird dort eingehakt. Mit der V-Verschnallung ist es leider nicht möglich fließende Richtungswechsel durchzuführen, da bei jedem Handwechsel die Longe umgeschnallt werden muss. Die Wahl der Ringhöhe hängt auch vom  Ausbildungsstand des Pferdes ab. Der Kopf soll nicht an die Schulter gezogen werden oder das Pferd in eine Zwangssituation gebracht werden. Der Vorteil in der V-  Verschnallung liegt in der weicheren Hilfengebung für das Pferd. Der Longenführer hat durch eine gute Chance das Pferd durch Nachgeben der inneren Hand, das Pferd von innen nach außen zu lösen. Gerade die variable Hilfengebung ist ein großer Vorteil der Doppellongenarbeit. Mit der äußeren, etwas tiefer geschnallten Longe hält  man das Pferd besser auf dem Zirkel und wenn es nach innen drängt kann man mit der Longierpeitsche auf Schulter oder Kopf zeigen um das hereindrängen  abzuwehren. Die innere Leine hat die Aufgabe das Pferd am herausdrängen zu hindern falls keine Zirkelbegrenzung zur   Verfügung steht. Das Pferd ist deswegen innen etwas höher verschnallt, damit man verhindert das der Kopf auf die Brust gezogen wird.  Das Pferd soll bei der Doppellongenarbeit immer eine leichte Anlehnung an die Leinen haben. Doch bitte nicht einfach die Leinen verkürzen, sondern das Pferd mit  den treibenden Hilfen sachte an das Gebiss und damit auch in die Anlehnung herantreiben.  Gleichwohl wie es beim korrekten Reiten auch getan wird. Lassen Sie ihr  Pferd nun ruhig auf dem Zirkel Schritt gehen oder traben. Versuchen Sie, es gleichmäßig zwischen den Leinen, mit leichter treibender Hilfe durch die Longierpeitsche  einzurahmen und laufen zu lassen. Wenn Sie dann ihren eigenen zweiten Kreis in der Mitte des Zirkels gefunden haben beginnen Sie mit ersten einfachen Übergängen  Schritt- Trab- Schritt und wenn es ganz besonders gut klappt vielleicht auch mal eine Runde Galopp.  Bitte beenden Sie ihre ersten Doppellongen Stunden rechtzeitig  nach den gelungenen Übungen, damit Ihr Pferd und Sie zufrieden und guter Dinge wieder zurück in den Stall, besser noch auf die Wiese, zurückkehren können. Lehrgänge und Einzelausbildungen an der Doppellonge gerne auf Anfrage und Vereinbarung. Wir kommen auch zu Ihnen in den Stall! Die häufigsten Fragen- und einige Antworten Doppellonge- mit oder ohne Umlenkrollen? Diese Frage wird recht häufig gestellt. Die Antwort ist gleichermassen einfach- wie schwierig:  Es kommt drauf an!  o Bin ich Einsteiger- oder dann tendiere ich- der Einfachheit halber- dazu, zunächst ohne Umlenkrollen zu arbeiten.   Begründung: Wir haben gute Erfahrung, bei Pferd und Reiter, mit der Methode "vom einfachem- zum schwierigen" gemacht. Die richtige Verschnallung und der  Umgang mit der DL am Pferd können -zu Beginn- schon kniffelig genug sein. Da braucht es keine feinen Umlenkrollen, die mitunter versanden können und  zusätzliche Konzentration benötigen.  o - bereits gut geübt im Umgang und Handling mit der Doppellonge?  dann ist es meist unerheblich. Ein geübter Umgang mit der DL kann beide Varianten nutzen.  Wozu benötige ich die Umlenkrollen? Die Umlenkrollen minimieren den Reibungswiderstand zwischen der DL und den Ringen des Longiergurtes - ermöglichen also eine  leichtere, feinere, sensiblere Longenführung. Der Vorteil der Umlenkrollen ergeibt sich allerdings erst bei geübten Longenführer-  Pferde Paaren, wenn es darum geht, auch Pferde an der DL zu gymmnastizieren (i.S.v. fließende Handwechsel, gebogene Linien,  Tempowechsel, u.v.a.m). Zu Beginn genügt -nach meiner Erfahrung- ein guter Longiergurt mit ausreichend großen und vielen Ringen.  Die Ringe sollten so groß sein, das ein ein- und ausfädeln der DL (mit Karabinerhaken) problemlos möglich ist. Wichtiger als  Umlenkrollen sind -zu Beginn- der routinierte und sichere Umgang mit der DL in den drei Grundgangarten. Der Nachteil von  Umlenkrollen ist, bei unsachgemäßer Behandlung können sie versanden oder blockieren. Wie Doppellonge verschnallen? Eine häufig gestellte Frage ist: Wie verschnalle ich meine Doppellonge? Die Antwort ist bestechend einfach- wie kompliziert... denn: es kommt drauf an .. o Bin ich Einsteiger im Umgang mit der DL- oder  o bereits geübt und sicher im Umgang?  Erstere sind mit der V-Verschnallung gut beraten. Sie ist für das Pferd angenehm und viele Pferde arbeiten, von Beginn an, gut mit.   Letztere werden die kleinen/ feinen Unterschiede bereits kennen und sicherlich die richtige Form finden.  Pferd: Andrassy [Acodetto x Zuenftiger] In jedemfall gilt: Der Umgang mit der DL eignet sich nicht zum "selbst ausprobieren" nach dem "Try and Error" Prinzip. Die anfänglichen Kosten für  einige Stunden Ausbildung (oder Lehrgang) ist gut investiertes Geld - und alle Mal günstiger als eine (mögliche spätere) Korrektur des Pferdes für die  DL.  Kontaktieren Sie uns - wir sind bei den ersten Schritten -mit eigenem- oder einem unserer Pferde- behilflich.